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Behütete Kindheit heute und damals

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Thema: Behütete Kindheit heute und damals

[ - Antworten - ]

 
24.07.2006, 14:26 Uhr

VolkerK
Posts: 169
Rang: Schildträger


Hallo zusammen.

Mal eine Frage: Meint Ihr, die Kindheit in den 1980ern war wilder, freier, abenteuerlicher als die Heutige? Geht den Kindern heutzutage etwas verloren? Wie kompensieren sie gegebenenfalls einen Mangel?

Ihr habt ja zum großen Teil selber Kinder und könnt die Unterschiede vielleicht erkennen.

Hintergrund der Frage: Am Wochenende waren wir mit unserer Nichte (7 Jahre) und ihrer besten Freundin in Holland. Es war schon schwierig genug, die besorgten Mütter auf eine Frequenz der SMS-Lebenszeichen von nur drei am Tag zu einigen. Dabei war es schon schwierig genug, in den Terminkalendern der beiden jungen Damen ein freies Wochenende zu finden.

Wir hatten damals Baumhäuser um Wald, spielten auf dem alten Panzer am Truppenübungsplatz, spielten in Parks in Cliquen, bei denen wir voneinander höchstens die Spitznamen kannten und nicht Name, Vorname, Adresse, Handynummer der Mutter, Inhalt des Impfpasses und Nummer der Haftpflichtversicherung.

Was meint Ihr dazu?

Gruß,
V.
----------------

[ edit ]
24.07.2006, 21:14 Uhr

magic
Posts: 1566
Rang: Geliebter der Königin


Interessantes Thema, was du da ansprichst ... ich werde in den nächsten Tagen darauf eingehen. Momentan fehlt mir dazu etwas die Zeit ...

Aber eines noch ... SCHÖN, das du nach über 3 Jahren wieder einen Beitrag schreibst ... Welcome back !!!

I´ll be back ... (zum eigentlichen Thema)


[ edit ]
25.07.2006, 09:31 Uhr

VolkerK
Posts: 169
Rang: Schildträger


Hi Magic,

in der Tat ;-) ich hab regelmäßig gelesen aber kaum Zeit (und Themen) zum POsten gehabt. Das hat sich jetzt geändert, weil ich vor kurzem die Prüfung zum "Heilpraktiker (Psychotherapie)" gemacht hab (für irgendwas müssen die vier Jahre an der Fernuni ja wohl gut sein) und mich thematisch auch in diese Richtung bewegen möchte. Und da die besten Themen das Leben schreibt...

Aktuell ein Link aus der "taz":

"Teilrückzug von Herd und Putzeimer
Die moderne Frau steckt fünf Stunden weniger pro Woche in Küchen- und Putzarbeit - sie chauffiert eher die Kinder zum Ballett. [...]"

(http://www.taz.de/pt/2006/07/25/a0079.1/text)

Ich meine genau diese Entwicklung: Ich bin früher 12 km zum Rudertraining mit dem Rad gefahren. Ich muss mal meinen alten Ruderclub besuchen, wo auch Schulrudern angeboten wird, wie die Kiddies dort heutzutage angeliefert werden ;-)

Gruß,
V.
----------------

[ edit ]
27.07.2006, 11:23 Uhr

nidis
Posts: 2
Rang: Frischfleisch


Hallo alle!
Erstmal finde ich deine Frage interessant.
Ich habe selbst drei Kinder und habe mir eigentlich nie Gedanken gemacht, ob Sie "besser" oder "schlechter" aufwachsen als ich.
Also zurückgelehnt und über meine Jugend nachgedacht.

Fazit:
Ich denke ich habe eine freiere, wildere Jugend gehabt.
Denke aber, dass dies ein Wandel der Zeit ist.
Bei uns gab es noch keine Power Rangers, Playstation´s oder Supernintendos.
Premiere war damals undenkbar.
Ich weis noch Sommerferien 1983.
Morgens um 8 bin ich mit meinem Fahrrad zum Bolzplatz gefahren. Bis um 9.00 Uhr waren wir meistens so um die 20 Kinder. Ich kannte nie alle.
Also Mannschaften gewählt und gekickt bis abends um 8.
Oder im Wald mit Kumpels Molche und Frösche gesammelt.
Wir waren immer draussen.
Wenn ich bedenke das der Ferienkalender das Fernsehhighlight war :-).
Meine Eltern hatten auch irgendwie keine Angst das mir was passieren kann. Ich war Stundenlang unterwegs, und das in einem Zeitalter wo man Handys höchstens aus der Serie Raumschiff Enterprise kannte.
Vielleicht hatten Sie Angst und haben Sie nicht gezeigt.
Ich denke für mich, wir waren freier.
Ich glaube aber nicht, dass die heutige Generation was vermißt. Sie kennen es nicht anderst.
Mein Sohn (7Jahre) hat letztens im Schrank meine Plattensammlung gesehen. Alles Klassiker aus den 80ern.
Er wußte nicht was eine Platte ist und schaute die Dinger nur komisch an.
So ist eben der lauf der Dinge.
Für uns war der C64 oder ein Atari eine Sensation.
Heute hat jedes Handy mehr Speicherkapazität.
----------------

[ edit ]
27.07.2006, 12:09 Uhr

magic
Posts: 1566
Rang: Geliebter der Königin


Hier ein Text der schon ein paar mal hier gepostet wurde. Weiß nicht wer der Verfasser ist.

Aber der Text trifft das Thema allgemein zu 100%:

Wir haben es tatsächlich geschafft.
Kaum zu glauben, aber es ist so.


Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft, speziell was der Gesetzgeber
und die Bürokraten, die Medien und die Informationsgesellschaft uns täglich vorbeten und verbieten,
müssten wir alle, die in den Sechzigern bis Anfang
der Achtziger aufgewachsen sind,
längst tot sein.

Unsere Kinderbetten waren mit bleihaltigen Farben bemalt
und Formaldehyd sickerte aus jeder Pore. Ganz zu schweigen vom Tapetenleim,
dem Kleber des Linoleums oder den PVC-Dämpfen des Stragula.
Wasserfeste Filzstifte hatten Ausdünstungen
die benebelten und wer erinnert sich noch an den leicht
salzigen Geschmack des abzuleckenden Tintenkillers?
Steckdosen, Medizinflaschen, Schranktüren und Schubladen waren noch nicht kindersicher.
Messer, Schere, Gabel und Licht wurden uns zwar verboten,
aber meistens mussten wir uns erst einmal daran verletzten,
um es zu glauben.

Unsere Fahrräder, Roller und Rollschuhe fuhren wir ohne Schützer und Helme.
Die Risiken per Anhalter in den nächsten Ort zu fahren waren uns unbekannt!

Zum Thema Auto erinnere ich mich weder an einen Sicherheitsgurt,
noch an Airbags, ABS oder ähnliche Sicherheitsvorrichtungen im Wagen meines Vaters.
Man saß zwar hinten, aber an einem heißen Sommertag gab es doch nichts schöneres
als seinen Kopf aus dem Fenster (das man damals noch komplett runterkurbeln konnte)
des fahrenden Autos zu stecken und sich den Fahrtwind ins Gesicht blasen zu lassen,
daß man kaum noch Luft bekam.

Wasser haben wir direkt aus dem Gartenschlauch getrunken
und nicht aus einer Flasche.
Wahnsinn!

Wir aßen fettige Schmalznudeln und frischgebackenes Brot
mit fingerdick Butter drauf, dazu gab es überzuckerte Limonaden oder
künstlich gefärbtes Tri Top.
Fett geworden sind wir deswegen nie, weil wir immer draußen waren.

Wir haben zu fünft aus einer Limoflasche getrunken
und es ist tatsächlich keiner daran gestorben.
Wir haben stunden- und tagelang an Seifenkisten oder ähnlichen Gefährten geschraubt,
die wir aus rostigem Schrott und splitterigem Holz konstruiert hatten.
Dann sind wir den Hügel damit runtergebrettert nur um festzustellen,
daß wir die Bremsen vergessen hatten.
Nachdem wir ein paar Mal in der Böschung gelandet waren,
haben wir gelernt auch dieses Problem zu lösen.

Wir gingen in der Früh raus und haben den ganzen Tag gespielt,
höchstens unterbrochen von Essenspausen und kamen erst wieder rein,
als es dunkel wurde und man den Fußball nicht mehr richtig sehen konnte.
Wir waren nicht zu erreichen. Keine Handys!

Wenn es regnete spielten wir bei Freunden Monopoly oder Mensch ärgere dich nicht,
Mühle oder Dame und bauten mit Matchbox Autos ganze Städte auf.
Wir hatten weder Playstations oder Nintendo, X-Boxen oder Videospiele,
keine PCs, keine 50 Fernsehkanäle oder Surround Anlagen.

Ins Kino zu gehen war ein Ereignis, für das man sich herausputzte
und das einem vor Vorfreude den Magen kribbeln ließ.
Es gab noch Vorfilme, die immer eine Überraschung waren,
weil keiner wußte was zu erwarten war und wenn zufällig ein Donald Duck oder Micky Maus Film dabei war,
hatte man das ganz große Los gezogen.

Wir hatten Freunde!

Wir gingen raus und haben uns diese Freunde gesucht.
Wir haben Fußball gespielt mit allem was sich kicken ließ
und wenn einer einen echten Lederball hatte war er der King und durfte immer mitspielen,
egal wie schlecht er war.
Um im Verein mitspielen zu dürfen gab es Aufnahmeprüfungen,
die nicht jeder bestanden hat. Wer es nicht geschafft hat,
lernte mit der Enttäuschung umzugehen.

Wir spielten Völkerball bis zum Umfallen
und manchmal tat es weh,
wenn man abgeworfen wurde.

Wir sind von Bäumen und Mauern gestürzt, haben uns geschnitten,
aufgeschürft und haben uns Knochen gebrochen und Zähne ausgeschlagen.
Wir hatten Unfälle!
Es waren einfach Unfälle an denen wir Schuld waren.
Es gab niemanden, den man dafür verantwortlich halten konnte
und vielleicht sogar noch vor den Kadi zerrte. Wer erinnert sich noch an Unfälle?

Unsere Knie und Knöchel waren von Frühjahr bis Herbst lädiert
und ein Schienbein ohne blaue Flecke gab es nicht.
Wenn wir uns an Brennesseln gebrannt haben, oder uns eine Mücke gestochen hatte,
haben wir entweder drauf gespuckt, oder den Nachbars Hund drüber lecken lassen oder drauf gepinkelt.
Geholfen hat alles.

Wir haben gestritten und gerauft,
uns gegenseitig grün und blau geprügelt
und gelernt damit zu leben und darüber weg zu kommen.
Wir haben Spiele erfunden mit Stöcken und Bällen,
haben mit Ästen gefochten und Würmer gegessen.
Und obwohl es uns immer wieder prophezeit wurde, haben wir kaum ein Auge ausgestochen und die Würmer haben auch nicht in uns überlebt.
Wir sind zu einem Freund geradelt, haben an der Tür geläutet
und sind dort geblieben, nur um mit ihm zu reden.

Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere,
also haben sie eine Klasse wiederholt.
Sie sind nicht durchgefallen, sondern wurden von den Lehrern einfach zurückgestuft.
Zensuren bei Proben wurden nie manipuliert, egal aus was für Gründen.
Wir waren für unsere Aktionen selbst verantwortlich.
Konsequenzen waren immer zu erwarten, wenn wir Scheisse gebaut hatten.

Der Gedanke, daß ein Elternteil uns rausklopft wenn wir mit dem Gesetz in Konflikt geraten waren, war undenkbar.
Im Gegenteil, die Eltern stellten sich auf die Seite des Gesetzes.
Stellen euch das einmal vor!

Unsere Generation hat einige der größten Enterpreneure und Erfinder hervorgebracht.
Die letzten 50 Jahre waren eine wahre Explosion an Innovationen und Ideen.
Wir hatten Freiheit und Zwang, Erfolg und Misserfolg, Verantwortung und Konsequenz.
Und wir haben gelernt damit umzugehen.

Erinnere Dich daran, wie Du aufgewachsen bist und Du wirst sehen,
was unseren Kindern heute fehlt.
Als die Eltern einmal ein Auge zudrückten, anstatt die Kinder mit übergroßer Vorsicht zu erdrücken.

Unsere Eltern trauten uns zu die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Meistens hat es geklappt.
Die paar Mal, die daneben gingen zählen wir zu unseren Lebenserfahrungen.

Das waren noch Zeiten....

[ edit ]
27.07.2006, 12:14 Uhr

VolkerK
Posts: 169
Rang: Schildträger


Hallo Nidis,

aber wo haben die Kinder heute ihre Privatspähre? "Damals" haben unsere Eltern natürlich den Inhalt unserer Kleiderschränke udn Schultaschen gekannt und sowas wie eine Privatsphäre war natürlich nur eingeschränkt möglich. Aber wo war das, was uns als Person ausgemacht hat? Klar: In den Baumhäusern, auf den Bolzplätzen, an den geheimen Kellertreffs unserer Cliquen. Und wenn mal jemand mit einem blauen Auge nach Hause gekommen ist gab's einen Eisbeutel und die Frage, ob der andere wenigstens auch was eingesteckt hätte.

Heute werden die Kinder zwischen Bolzplatz und Logopädin hin und her gekarrt, es gibt regelrechte Fahrgemeinschaften zur Ballettschule oder zum Judoclub - die Zeit "für sich selbst", die wir noch hatten, fehlt.

Ich stell mal eine Hypothese auf: Die Kiddies versuchen, sich ihr Abenteuer, ihre Geheimnisse, zu holen, indem sie im Internet chatten, in Foren schreiben, bei mySpace oder anderswo in einer Community mitmachen - einfach etwas, wo die Eltern sie nur vor dem PC sitzen sehen und kaum beurteilen können, was die lieben Kleinen da machen.

Oder checkt jemand der Mitleser die MySpace-Seiten seiner Kiddies oder im Browsercache die Chatprotokolle?


----------------

[ edit ]
27.07.2006, 12:29 Uhr

VolkerK
Posts: 169
Rang: Schildträger


Hallo Magic,

genau der Text hat die Gedanken mit ausgelöst.

Gruß,
Volker.
----------------

[ edit ]
27.07.2006, 13:25 Uhr

nidis
Posts: 2
Rang: Frischfleisch


Magic

Dieser Text spiegelt alles wieder. Wir alle sind groß geworden, trotz der täglichen Gefahren in unserer "verseuchten" Spielzeugwelt.

Aber mal ehrlich. Was können wir dagegen machen?

Ich schicke meine Kinder täglich raus damit Sie im Garten spielen.
Meine alten Bolzplätze gibt es immer noch. Aber egal wann ich dort vorbeifahre, sie sind leer.
Die initiative müßte durch uns Erwachsene kommen. Wir müssten den Kindern den Kindern die Freiräume schaffen um unser Lebensgefühl wieder aufleben zu lassen.
Aber das geschieht nicht.
Ich mit der Gesetzessache hast Du Recht.
Ich kann mich noch erinnern. Wir haben als Kinder immer Fußball an unserer Hauswand gespielt. Und natürlich ist unser Ball öfters zur Nachbarin in den Garten geflogen. Dabei hat es oft deren Rosenbüsche oder Flieder erwischt.
Wenn Sie uns beim ballholen erwischt hat, gabs eine auf die Ohren.
Eine Beschwerde meinerseits Zuhause habe ich unterlassen weil da häts gleich noch eine gegeben.
Früher, finde ich, haben die Leute, gerade in meiner Nachbarschaft, mehr Zeit füreinander gehabt und aufeinander aufgepasst.
Unsere Haustür war im Sommer immer offen.
Jeder kannte jeden.
Heute ist jeder mit sich selbst beschäftigt. Ich weis noch vor 2 oder 3 Jahren hat ein Kind meinen Bruder auf der Strasse beleidigt (weis nemmer warum aber Arschloch usw.).
Mein Bruder hat ihn geschappt und ist mit ihm zu dessen Vater gegangen. Heraus kam, dass der Vater meinen Bruder anschrie und ihm mit einer Anzeige wegen Körperverletzung drohte weil er dessen Sohn angefaßt hat.
Früher undenkbar,
Fazit:
Wir die Erwachsenen machen unsere Kinder zu dem was Sie sind.
Wir vergessen unsere eigene Kindheit. Ich bin ehrlich, ich habe das auch.
Dieses Forum und euer Text hat mich zum nachdenken gebracht.
Ich habe das erste mal seit jahren an meine Kindheit gedacht und habe festgestellt, sie war toll.
Ich werde auf jeden Fall versuchen, die Unbeschwertheit meiner Jugend auf meine Kinder zu übertragen, so gut wie es in der heutigen Zeit geht.
----------------

[ edit ]
09.08.2006, 21:39 Uhr

Greenfrog
Posts: 907
Rang: Sänftenträger



Hey @ all,

ihr sprecht mir alle soooo aus der Seele.

Tja wie konnten wir alle nur überleben? Weil wir einfach ne tolle Generation sind!

Eine genauso tolle Generation wie die vor uns, die nach uns und (unsere) die Kids von heute. Nur, wir sind eben verschieden.

Wenn ich heute als Mittvierziger in die Disco gehe, dann finde ich diese Hipp Hopp Mucke (überhaupt richtig geschrieben?) einfach nur scheiße. Aber was dachten denn meine Eltern über Kiss, Ottawan, Foreigner...) Und deren Eltern über Buddy Holly, Elvis... Dann noch ne Generation weiter (Swing, Charleston...)

Versteht das nicht falsch, denn es ist U N S E R E Generation die sich als Chauffeur im Taxi Mama/Papa befindet. Nehme mich selbst da nicht aus.

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Träume nicht Dein Leben,
lebe Deinen Traum
[ edit ]
10.08.2006, 08:52 Uhr

pepe
Posts: 977
Rang: Sänftenträger



@Greenfrog

Hip Hop hieß damals Epilepsie und war heilbar

Möchte mich schon mal bei allen Epileptikern entchuldigen, die sich angefriffen fühlen.
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[ edit ]
29.09.2006, 08:51 Uhr

feuervogel22
Posts: 4
Rang: Frischfleisch


Hallo an alle,
glaube unsere Kinder,die wir verrückten aus den achzigern großziehen haben alle das feiern verlernt.Ich glaube ich habe in meinem Erziehungsauftrag versagt.Habe 2 Spießerkinder rangezogen.Wiedersprechen nicht,wollen nicht in die Disco,haben keine flausen im Kopf.Warscheinlich überspringt das revoluzzer-gen eine Generation und meine Enkel werden irgendwann wieder flippig.Leider gibt es auch keine Jugendheime mehr als Treffpunkt der Teenies,wo vielleicht auch mal Bands spielen,oder nur mal so rumgelümmelt werden kann.
[ edit ]
19.11.2006, 00:26 Uhr

Italo_Dancer
Posts: 20
Rang: Stallbursche


hallo feuervogel,

kann dir nur beipflichten, meine kids kennen den fußball nur vom bild, wie man auf mauern oder bäume klettert ist ohne gebrauchsanleitung nicht vorstellbar.

ich habe ihnen das leider auch nicht mehr vorleben können, es sei denn ich hätte den gang in die nervenheilantalt von haar (münchner klapse - münchner stadtteil) riskiert wenn man mich mit indianerschmuck im (in meinem) haar in irgendwelchen bäumen erwischt hätte, die alois schnudelhuber gehören und zu seinem privatbesitz gehören.

bolzen ist kaum noch möglich, da die wenigen mir bekannten plätze recht und links mit basketballständern verbaut sind und deren beseitigung eine strafanzeige wegen schbeschädigung von gemeindeeigentum nach sich ziehen würde.

auf mauern zu klettern verbietet sich im zeitalter des schützenswerten privateigentums auch.

was gab es noch in meiner(unserer) jugend ?
ach ja, ..... es sind rund 150 dinge die meine vorredner schon aufgeführt haben.
daher spar ich mir das mal.

lg italo dancer, der mit schwerem herzen an seine jugend zurückdenkt und froh ist dabei gewesen zu sein .... jesss ich habs getan.



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[ edit ]
12.07.2008, 13:40 Uhr

Lele
Posts: 1
Rang: Frischfleisch


Ich kenne den Text auch (mit Varianten) - meine Frage ist: warum wächst die Generation deren Eltern die sind, die so "wunderbar" aufgewachsen sind, dann anders auf? Okay, mein Sohn ist erst 1,5 Jahre alt und ich weiß mal nicht wie das werden soll. Allerdings weiß ich bestimmt, dass ich Spielplätze nicht ausstehen kann. Mütter die mit ihren 8jährigen Kindern (bitte wer ging damals mit 8 auf einen ollen Spielplatz???) dorthin gehen und dauernd auf die Kinder glotzen während sie in ihre Handys quasseln? Durch den gesteigerten Verkehr usw. ist es vielleicht nötig anfangs mehr zu beaufsichtigen, aber ich glaube doch, dass man früh die Kinder mal in Ruhe lassen sollte, sich vielleicht zwingen sollte mal nicht hinzuschauen (denn mal ehrlich die tollsten Spiele haben wir doch gespielt wenn niemand die angeleitet oder zugeglotzt hat?) Allerdings gibt es auch hier noch Kinder, die durch die Stadt radeln und sich ihre Spielplätze selbst suchen - doof nur, dass die dann für "halfverwildert" gehalten werden - von denen, die eigentlich auch so aufgewachsen sind? Irgendwas ist da komisch, nur was?
----------------

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