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Was mir vor jetzt 26 Jahre passierte..

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Thema: Was mir vor jetzt 26 Jahre passierte..

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28.09.2010, 23:03 Uhr

Caddl01
Posts: 22
Rang: Stallbursche

Wir sin ja alle in den 80-ern Jugendliche gewsen oder Kinder,oer auch junge Erwachsene.
Mir ist das flgene damals passiert

Ich habe vor 26 Jahren etwas getan,das ich bis heute nicht vergessen kann..
Meine Eltern und ich waren im harz im Urlaub.
Wir waren da in Branlagee mittagessen,und danach wanderten wir an die Grenze.

Ich ging alleine etwas umher,und sprang über einen Bach,und dachte nicht nach was da für Schilder waren..
ann plötzlich hörte ich Rufe auf Deutsch mit einem mir bis dahin unbekannten Dialekt.

Auf Sächsisch wurde mir zugerufen :
Bleiben sie stehen,hier spricht die Nationale Volksarmee.

Ich blieb stehen und sah wie von zwei Wachtürmen und am Boen gut 5 Gewehräufe auf mich zielten.

Hinter mir wurde es plötzlich auch lebendig
un der BGS tauchte auf,ebenfalls mit MPs im Anschlag..
Mir wure immer mulmigger zumute..blöd war ich nicht,ahnte dass as wasgebn könnte,was nicht nur mich betrift.

Dann kam im Winter ieses Jahres was weniger schlimmes:
Wir waren im Schullanheim in Hohenberg an der Eger.
Ich habe mir ein Fernglas ausgelihen un war mit 2 Frunden abseits,an der eutsch-tschechischen Grenze unterwegs.
Wir bobbachteten da drei Tage lang eine kleine Grenzkaserne in der CSSR,und am dritten Tag standen urplötzlich um uns herum 5 Mann vom BGS,die uns fragten was wir da machen würen..
Die Grenzsoldaten waren auf er tschechischen Seite auch auf uns aufmerksam geworen..

Ich frag mich ob das jweils da noch in Erinnerung ist..wenn ich mal ie Möglichkeit habe were ich die Orte besuchen und eine Gedenkminute einlegn..

Ist schon spannend was einem zu Ziten es kalten Kireges so alles passiern konnte..

Hat von euch jmand was ähnlich erlebt??

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06.01.2011, 12:14 Uhr

80s-cd-freak
Posts: 1739
Rang: Geliebter der Königin

Während einer Klassenfahrt 1979 nach West-Berlin waren wir mit dem Bus unterwegs, um uns den Osten unserer jetzigen Hauptstadt anzusehen. Am Grenzübergang wurden wir von einigen Uniformierten bereits erwartet. Das waren richtige kleine Machos, von denen sich einer ganz besonders hervortun wollte. Nicht nur, dass er ständig mit seiner Waffe vor unseren Gesichtern herumwedelte, was unserem Klassenlehrer die Schweißtropfen gleich literweise auf die flache Stirn trieb. Nein, er gerierte sich auch mit missionarischem Eifer als Klassenkämpfer, der uns lautstark die Segnungen des Sozialismus pries. Das war Realsatire pur.

Dann machte eine unserer Schülerinnen den Fehler, die Beine übereinanderzuschlagen, was unseren tapferen kleinen Streiter für die gute Sache erst richtig auf Touren brachte. Er schrie das völlig konsternierte Mädchen an, ob sie ihn für einen Playboy halte und wollte sich gar nicht mehr beruhigen.

Während die meisten Mitschüler eingeschüchtert und verängstigt die Szenerie verfolgten, war ich eher amüsiert. Das kam gar nicht gut an und veranlasste den Arbeiter in Uniform, sich breitbeinig vor mir hinzustellen und mich mit seinen Blicken zu durchbohren. Anstatt verschämt den Blick zu senken, fragte ich ihn, wie es denn sein könne, dass er die Sprache des Klassenfeindes beherrsche und ob das seiner Karriere wohl dienlich sei. Gaaaanz schwerer Fehler. Ich wurde aus dem Bus geführt und einige Stunden festgehalten. Die haben den Bus nicht durchsucht, die haben unser Gefährt regelrecht zerlegt. Wir konnten erst am späten Nachmittag die Grenze passieren.

Die Strafpredigt des Paukers fiel ziemlich heftig aus. Dass ich den Rest der Klassenfahrt unter besonderer Beobachtung des Lehrkörpers stand, war leider unvermeidlich.
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07.01.2011, 09:23 Uhr

magic
Posts: 1566
Rang: Geliebter der Königin

@80s-cd-freak
Erinnert ein wenig an eine Szene aus dem Buch "Liegen lernen" von Frank Gossen, bloß, das dein Erlebnis noch ne Spur heftiger war.

Schon irre, das dies heute so unwirklich erscheint. Gerade die deutsche Teilung habe ich in Gesprächen mit meinen Söhnen schon oft thematisiert, dabei auch solche Storys erzählt. Für uns gehörte das ja damals zum Leben, wenn ich auch als im Raum Köln lebender, junger Mensch keine Berührungspunkte zum Osten hatte.

Hat sich wirklich viel getan seitdem ...
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07.01.2011, 11:29 Uhr

80s-cd-freak
Posts: 1739
Rang: Geliebter der Königin

Als Landei vom Niederrhein kannte ich Ostdeutschland nur aus Erzählungen und Fernsehberichten, die das Leben dort damals wohl nicht immer objektiv darstellten. Im Alter von 16 Jahren war ich aber nur mäßig an Politik interessiert.

Nach meinem Aufenthalt in der Wache war ich besonders sensibilisiert, als ich Ostberlin betrat. Mit einer Mischung aus Neugier und Unbehagen habe ich alles mit offenen Augen beobachtet und sog viele Eindrücke in mich auf.

Alles war anders – den Kontrast der Farben Grau und Rot empfand ich als dominant, die Gerüche waren fremd, dazu die Architektur, wie sie wohl nur totalitären Systemen zu Eigen ist. Es war sehr sauber. Müll habe ich auf den Straßen nirgendwo liegen sehen. Der Osten klang auch anders als der Westen Berlins. Es war vergleichsweise still und weniger geschäftig, obwohl viele Menschen durch die Straßen flanierten.

Was mich damals bedrückte, war die Allgegenwart der Vopo. Man wurde oft misstrauisch beäugt. Den Wessi sah man uns schon von weitem an, nicht nur, weil wir anders gekleidet waren. Es gab aber auch andere Reaktionen. Freundliche Menschen, die uns offen anlächelten und bestimmt ebenso neugierig auf uns waren wie wir auf sie. Gerne hätte ich mich mit einigen unterhalten. Man hatte uns aber eingebläut, unnötige Kontakte zu vermeiden.

Die Rückfahrt verlief unkompliziert. Es war aber deutlicher leiser im Bus. Die Atmosphäre wirkte bei einigen sichtlich nach. Wir alle waren glücklich, wieder im Westen zu sein. Trotzdem bin ich im Nachhinein froh, diese Erfahrung gemacht zu haben und ungemein erleichtert, auf der angenehmeren Seite meine Jugend verbracht haben zu dürfen.
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14.01.2011, 23:13 Uhr

Caddl01
Posts: 22
Rang: Stallbursche

Eine kleine Geschichte die heute (!) im TV mich wieder einholte..

1986 in der Reslschule wann genau weiss ich nimmer....nach der grossen Pause kam der Rektor rein und stellt us ein schüchternes Mädchen vor..sie war Flüchtling aus der DDR,sah aber sehr modern aus..
Mit Tina Turner Frisur und einem schüchternem Lächeln kam sie rein..
Stellte sich vor und wurde aufgenommen..
Allerdings so überraschend wie sie auftauchte verschwand sie auch..
Sie war NUR 6 Wochen da,aber bei allen hatte sie Eindruck hinterlassen mit ihren Erzählungen.
In dem Dorf in dem sie wohnte wusste keiner wohin die Familie kam oder ging..

Und heute schaue ich Filme über den mauerfall an..
Schaue auf die Menschenmase "erstarre" und sehe SIE..immernoch mit Tina Turner Frisur befreites Lächeln und an ihrer Stimme erkannte ich sie..
Die 12 Sekunden wo ich sie sah reichten um zu sehen dass sie es ist..
Mir liefen die Tränen über ie Wangen..
Ich habe sie in dem LIVE-Film 3 Jahre nach ihrem kurzenGastspile in meienr Klasse im TV gesehen..

Was sie wohl heute macht???
Es geht mir NICHT aus dem Kopf..


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22.01.2011, 19:54 Uhr

Jonik
Posts: 200
Rang: Schildträger

mein Erlebnis hat zwar nix mit der DDR oder dem Feind im Osten zu tun, aber war auch ganz schön aufregend.

Anfang der 80er war ich mit einer Jugendgruppe in einer Jugendherberge in Zell am See.
In der Nähe unseres Hauses stand eine Villa, die in den Sommermonaten von der niederländischen Königsfamilie bewohnt war (wer genau, weiss ich nicht)

Auf dem Weg zum See mussten wir an dem Haus vorbei. Gegen Ende des Aufenthaltes ( alle waren schon ziemlich pleite) liefen wir wieder einmal in kleiner Gruppe an dem Haus vorbei. Im Garten spielten ein paar Kinder und wir beklagten uns gerade alle über unseren Geldmangel. Da hatte ich die sensationell blöde Idee - die ich sinnigerweise auch laut ausrief (ich war ja sooo stolz) - lasst uns doch die Kinder entführen und Lösegeld fordern.
Naja......wenn ich das heute sagen würde, käme ich sicher in den Knast.
Aber als 11-oder 12 jähriger Knabe hat man doch noch das Recht auf Blödheit, oder?

Als wir am nächsten Morgen mit allen Mann (ca 150) vor dem Haus beim MOrgengebet waren. fielen uns zwei Männer auf, die um uns herumschlichen. Auch die Betreuer wurden schon nervös, weil sie an Päderatsen dachten.
Entsprechend "freundlich" wurden die Herren angesprochen. Diese zückten daraufhin Dienstausweise des österreichischen Innenministeriums und wollten mich verhaften.
Nach stundenlangen Diskussionen glaubten sie den Betreuern, dass ich einfach nur bekloppt sei und zogen ab.
Aber wir stellten fest, dass immer die Gruppe, mit der ich gerade unterwegs war von 1-2 Männern beschattet wurde. Die sind uns sogar zu Fuss um den ganzen See gefolgt.
Mann mann, die haben ihren Job ernst genommen...

Woher die meine Äußerung kannten? Nun, neben dem haus stand immer ein cooler schwarzer Range Rover, der damals zu meinen Traumautos gehörte (wenn ich den Lappen hab, kauf ich den. Ihr kennt das)

Jeden tag sah und bewunderte ich das Auto, morgens, mittags, abends.
Und immer saß jemand in dem Auto, was mich aber nie gewundert hat.
Blödheit kann ja grenzenlos sein, was?

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22.01.2011, 20:34 Uhr

Jonik
Posts: 200
Rang: Schildträger


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