Hmmm ... da kommt man natürlich wieder ans Nachdenken. War das wirklich genau das was ich wirklich wollte ?? Ganz klar: NEIN !!!
Eigentlich wußte ich damals noch gar nicht was ich wollte. BERUF, ... das Wort kommt ja von : Sich berufen für etwas fühlen. Na ja, ob das Verkaufen von Waren wirklich meine Berufung war und ist ?? OK, heute ist aus mir durch langjährige Erfahrungen, Branchenkenntnisse und gewisse Techniken ein doch recht brauchbarer Vertriebsmanager (hui ...tolles WOrt) geworden. Aber da bin ich halt irgendwie hingeraten. Man kann da nicht von einer zielstrebigen und bewußten Berufsplanung sprechen.
Im Frühjahr 1981 war ich für solchen Berufsplanungen viel zu jung, zu unerfahren und noch zu verspielt. Ich bin lieber mit dem Mokick durch die Gegend gefahren und habe mit meinen Kumpels lauter Blödsinn gemacht als mir ernsthaft Gedanken über meine berufliche Zukunft zu machen. Mein Vater kam irgendwann an und meinte ich müsse mich doch so langsam mal bewerben. Das tat ich dann auch. Zunächst aber mal mußte die Richtung geklärt werden. Mein Vater meinte nur: Der Jung hat zwei linke Hände, damit scheidet das Handwerk aus, der muss ins Büro gehen und Kaufmann werden. OK, dann habe ich mich also diesbezüglich als Kaufmann beworben. Was waren das noch für Bewerbungen. HANDGESCHRIEBEN in Schönschrift mit dem GEHA Füller, ebenso der Lebenslauf (was hatte man damals schon für einen Lebenslauf ... Name, Geburtsdatum, Schule AUS).
Lange Rede, kurzer Sinn. Nach knapp 10 Bewerbungen und etwas Beziehungen (wieder über meinen Vater) hatte ich meine Ausbildungstelle bei BOSCH. Endlich konnte ich wieder Mokick fahren ...
Erst viel später kam mir in den Sinn, etwas anderes zu machen. Da war es nur für mich zu spät. Oder ich hatte den Mut nicht. Natürlich habe ich öfter mal die Firma gewechselt, bin 1990 in den IT Bereich gwechselt. Das hat auch viel gebracht, es ging wirklich bergauf . Die Karriere Leiter bin ich dann ganz gut hochgeklommen (war auch viel Arbeit) und finanziell konnte man sich auch nicht beklagen. TROTZDEM, eigentlich hätte ich viel lieber was kreatives gemacht. Jornalist z.B. hätte mir gut gelegen oder irendwas mit Sport: Sportjournalist, Sportlehrer . Warum nicht auch irgendwas mit Werbung, Marketing (ein wenig Marketing mache ich ja heute auch) oder sowas.
Was ich mit diesem Thread letztendlich sagen will: Ich habe für meine Söhne aus dieser Sache gelernt. Sie sollen das lernen worauf sie Lust haben, woran sie Spaß haben. Das kann Dachdecker sein, Schreiner, Landschaftsgärtner oder auch Rechtsanwalt, Zahnarzt oder was auch immer. Es gibt wahrscheinlich nichts schöneres als sein Hobby zum Beruf zu machen. Zumindestens sollte man es mal versuchen, hinterher kann man immer noch was anderes machen. Wenn man jung ist, kann man mal etwas ausprobieren. Später wird so etwas immer schwerer ...
Wie seit ihr denn in eure Berufe reingerutscht. Langfristig geplant, Quereinsteiger oder wie bei mir von Papi entschieden
??? (@ndr1, gerade bei dir bin ich neugierig da du meinen heimlichen Traumberuf ausübst ... du bist doch Journalist, oder ?)----------------


Auch die Damen im Laden waren wirklich total nett zu mir.
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