Wer es gestern nicht sehen konnte,
heute läuft es noch einmal
Di 11.07.2006 | 21:00 Uhr
WDR
Rudolf Wijbrand Kesselaar genannt Carrell
Fast ein Selbstporträt
Ein Nachruf von Klaus Michael Heinz
und
23:50 Uhr SWR
Ich fand es ganz gut.
Seine Anfänge im Fernsehen, seine Shows, viele Interviews in damalige und heutige Sendungen, der Ärger mit dem Iran.
Einen Skandal mit internationalem Ausmaß und Morddrohungen handelte er sich ein, als er in der Sendung vom 15. Februar 1987 Ayatollah Khomeini im Gegenschnitt mit Damenunterwäsche bewerfen ließ (hatte ich fast schon wieder vergessen)
Sein letzter Auftritt in diesem Jahr (Goldene Kamera, Auszeichnung für sein Lebenswerk).
Schon schwer gezeichnet, stimmlich fast am Ende und dennoch seinen Humor nicht verloren...
Bei der Preisverleihung ist seine Stimme hoch und brüchig, der Bass mit dem holländischen Akzent kaum wieder zu erkennen. Der Sarkasmus schon: "Mit dieser Stimme kann man in Deutschland immer noch Superstar werden", meint er. Dass er heute da sei, habe er seiner Krankenkasse, dem Klinikum Bremen-Ost und der deutschen Pharmaindustrie zu verdanken, es gehe ihm super. Mit rabenschwarzem Humor setzt er seine Ansprache fort. Am Ende zeigt sich der Niederländer angesichts des Preises und im Rückblick auf Jahrzehnte deutsches TV gerührt: "Es war eine Ehre, in diesem Land und vor diesem Publikum Fernsehen machen zu dürfen."
Allein dieser Auftritt ist sehenswert......und treibt einem das Wasser in die Augen
Er war mit den ganz Großen auf der Bühne....
und nun ist er es wieder...
Machs gut, Rudi
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